nitro 1 blog 1024x776 - DIE LEIDENSCHAFT ZUM SPORT AN ERSTER STELLE

Der Snowboard-Sport lässt sich schwer in eine Investment-Schublade stecken, denn das Herzblut geht daran verloren. Menschen können entlassen und ausgetauscht werden, wirtschaftliche Synergien übernehmen die Macht und Budgets werden auf Grund des Wachstums gekürzt, aber warum dieser Sport überhaupt so erfolgreich geworden ist, darüber machen sich anscheined nur wenige Gedanken.

Es geht um das aktive Erlebnis miteinander, das Gefühl im Schnee, der Wind im Gesicht oder wie die lieben Mütter immer so sagen „Raus an die frische Luft!“.

Das Glücksgefühl und die Euphorie kann jeder spüren – egal ob digital oder mitten in der Natur – wirtschaftliche Denkansätze und Exeltabellen werden das nie erreichen.

In diesem Sinne „don´t be a couch potato and get your butt outside!“

rush4: Wann hat Nitro als bekannte Snowboardmarke die Nische „Splitboard“ für sich entdeckt und warum?

Wir haben zur Saison 1993 / 1994 unser erstes Splitboard vorgestellt. Das Board war mit einer speziell entwickelten Plattenbindung für Tourenskischuhe ausgestattet, funktionierte aber im Prinzip genauso wie heutige Splitboards. Auch damals gab es natürlich schon den Drang, die Piste zu verlassen um abgelegenere Abfahrten und Tiefschnee erreichen zu können. Diesen Traum haben wir uns und unseren Kunden mit dem damaligen Model „Tour“ erfüllt. Das Material war tatsächlich schon so ausgereift und für hochalpines Gelände geeignet, dass z.B. der Nitro Mitbegründer Sepp Ardelt die mehrtägige „Tour de la Meije“ in den französischen Seealpen damit unternommen hat.

rush4: Wie sieht die Snowboard-Zukunft aus und welche Rolle spielt das Tourengehen?

Allgemein lässt sich im Snowboarden eine Rückkehr zum Funsport – und weg vom Extremsport – beobachten. Als Marke unterstützen wir diese Entwicklung, weil wir ganz klar der Meinung sind, dass Snowboarden in erster Linie Spaß macht. Der Sport wird auch wieder in allen seinen Facetten ausgeübt. Wo man noch vor 5 Jahren beobachten konnte, dass sich die Kids nur für Parks, Rails und Kicker interessierten, haben wir heute wieder die ganze Bandbreite vom Carving bis hin zum Backcountry.

Das Tourengehen ist hier eine Variante, die innerhalb der letzten Jahre definitiv stark gewachsen ist. Allerdings können wir nicht dieselben Zuwächse beobachten wie der Skitourensport. Das liegt vor Allem daran, dass für das Gros der Snowboarder die (Tiefschnee-) Abfahrt im Vordergrund steht und das Splitboard (oder andere vergleichbare Aufstiegshilfen) nur Mittel zum Zweck sind. Im Skibereich dagegen hat sich das (Pisten-) Tourengehen als Alternative zum klassischen Feierabend-Workout etabliert.

rush4: Was hebt Nitro von anderen Snowboardlabels ab? Philosophie, Historie, Kerngeschäft?

Nitro ist sehr familiär strukturiert. Weltweit arbeiten nur 16 Personen für Nitro Snowboards und diese sind über mehrere Standorte wie Los Angeles / Salt lake City (USA), Montebelluna (Italien), Vancouver (Kanada), Oberammergau (Deutschland) und Hünenberg (Schweiz) verteilt. Keiner unserer Mitarbeiter benötigt eine Auto um zur Arbeit zu kommen, da wir jeden dort arbeiten lassen wo er zu Hause ist. Dies erfordert ein hohes Maß an Kommunikation, ist aber problemlos heutzutage und ermöglicht unseren Mitarbeitern das ideale setup um kreativ und motiviert zu arbeiten.

Wir sind sehr dankbar das wir so ein gutes und passioniertes Team haben, die Ihre ganze Leidenschaft dem Snowboard-Sport widmen. Der Markt hat sich in den letzten Jahren sehr verändert, viele Investmentfirmen haben Mitbewerber aufgekauft, oder Marken haben sich zusammen geschlossen um vermeintliche Synergien zu nutzen. Auf dem Papier sieht das meist sehr gut aus, jedoch in der Realität verhält es sich anders. Marketing Budgets werden zusammen gestrichen, Abteilungen zusammen gelegt und Menschen entlassen. Was viele dabei vergessen ist, dass es im Snowboarden so nicht funktioniert. Der Sport ist auf Leidenschaft und persönlichen Beziehungen aufgebaut. Die langjährigen Mitarbeiter prägen die DNA der Marke. Gehen diese … bleibt eine leere Hülle übrig. Das wird leider sehr oft vergessen bei der strategischen Planung.

Ich denke das wir in privater Hand sind unterscheidet uns somit ganz deutlich von vielen unserer Mitbewerber.Wir müssen keine monatlichen reports abgeben und können uns auch dem Zwang entziehen jedes Quartal zu wachsen. Somit können wir uns auf das wesentliche konzentrieren und unsere Energie und Leidenschaft dem Sport widmen.

rush4: Inwieweit spielt Digitalisierung für Nitro eine Rolle?

Die Digitalisierung spielt für uns eine sehr große Rolle. Das Marketing in den vergangenen 15 Jahren hat sich extrem verändert und ist deutlich komplexer und vielschichtiger geworden. Wir nutzen natürlich Social Media um auf uns aufmerksam zu machen. Jedoch ist es uns sehr wichtig das wir den Sport nicht nur digital abbilden, sondern vor allem erlebbar machen. Vor 2 Jahren haben wir die Kampagne „Run to the Hills“ ins leben gerufen. Es geht uns hier vor Allem darum Kontaktpunkte mit unseren Kunden zu schaffen. Wir versuchen über alle unsere Ländervertriebe so viel Präsenz am Berg wie möglich zu schaffen. Wir sind davon überzeugt das die realen Kontakte die wir mit Leuten vor Ort knüpfen, um ein vielfaches mehr Wert sind als „Likes“ über Social Media. Wie schon zuvor erwähnt, der Sport beruht auf persönlichen Beziehungen und genau diese wollen wir pflegen. Social Media ist noch sehr jung … die Anzahl der gepusteten Bilder in den vergangen 5 Jahren hat sich mehr als verzehnfacht. Die Aufmerksamkeitspanne der Kunden ist begrenzt und viele sind schon jetzt überfordert. Ich denke das bald ein großes Umdenken stattfinden wird. Wir nutzen es lediglich als Tool um Menschen für den Sport zu begeistern und sie zu motivieren in die Berge zu fahren.

erstellt am: 03.08.2018

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Dany Golik

PR Expertin & Redakteurin

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