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„Die Zeit wird schnelllebiger und die Kunden haben in der Regel dadurch weniger Muße für das Einrichten.“ Jürgen Franke

 

rush4: Herr Franke, Sie beschäftigen sich bereits seit Ihren Kindheitstagen mit Raumgestaltung und Möbeldesign. Ihre Eltern bauten das Unternehmen casamöbel auf, in dem Sie Ihre berufliche Laufbahn begannen. Was hat sich seit dieser Zeit in Ihren Augen maßgeblich in der Branche verändert?

J. F.: Hauptsächlich ist das Thema Einrichten deutlich vielseitiger geworden. Früher standen bei Möbeln in erster Linie natürliche Materialien im Vordergrund, wie Holz, Baumwolle, Wolle oder Leder, aber auch Glas oder Metalle im Bereich der Beschläge. Heute sind diese Materialien zwar noch genauso im Trend, aber durch technische Entwicklungen sind viele weitere hinzugekommen und der Einsatzbereich der einzelnen Materialien hat sich deutlich erweitert. Dadurch sind heute ganz andere Formen, leichtere Bauweisen und entsprechend vielfältigeres Design bei den einzelnen Produkten möglich. Denken Sie z.B. an den Freischwinger: Ein optisch ganz filigraner Stuhl, durch das gebogene Stahlrohr mit einem sehr hohen Sitzkomfort. Heute schon ein Klassiker und in der Möbelwelt nicht mehr wegzudenken. Aktuell finde ich besonders spannend, dass erlaubt ist, was gefällt. Früher wurde sehr einheitlich eingerichtet: Materialen und Farben – alles sehr harmonisch aufeinander abgestimmt.Heute wird viel mehr kombiniert. Ein antiker Sekretär mit einem modernen Kunststoffstuhl, modernste Beleuchtungstechnik zu einem rustikalen Holztisch oder ganz puristische Sofas, die wieder in Plüsch oder Samt bezogen werden. Das macht aus meiner Sicht das Einrichten heute sehr viel spannender und vielfältiger.

 

rush4: Wie sieht es mit den Anforderungen und Wünschen der Kunden aus? Was ist Ihren Kunden heute besonders wichtig?

J. F.: Die Zeit wird schnelllebiger und die Kunden haben in der Regel dadurch weniger Muße für das Einrichten. Deshalb ist der Anspruch an Service und Dienstleistung sehr stark gestiegen. Unsere Hauptaufgabe besteht heute darin, komplette Planungen für Räume zu erstellen, die Kundschaft dabei ganz individuell zu beraten und auf Ihre Vorstellungen einzugehen. Dazu gehört, dass wir unsere Kunden an die Hand nehmen, aber ebenso intervenieren, wenn Wünsche unpraktisch oder gestalterisch unpassend sind. Der Kunde will eine ehrliche, fachlich fundierte Meinung von uns, will dass wir ihn verstehen, seine Vorstellungen mit Ideen bereichern und natürlich hinterher das Erarbeitete auch perfekt umsetzen. Und dies alles am liebsten aus einer Hand. Natürlich kümmern wir uns mit gleicher Intensität auch um kleine Belange. Wenn eine Schublade klemmt, ein Fleck auf dem Sofa ist, ein Möbel umgebaut werden soll oder Ersatzteile fehlen. Meistens können wir auch bei den lieb gewonnen Schätzchen noch helfen.

 

rush4: Was war bisher ihre größte Herausforderung und Aufgabenstellung eines Kunden?

J. F.: Das ist tatsächlich schwer zu sagen, da jedes individuelle Anliegen von Kunden wichtig ist. Die größte Herausforderung dabei ist es, wenn ich das Gefühl habe, dass die Vorstellung des Kunden nicht wirklich in die richtige Richtung zielt und ich versuchen muss, dies schonend beizubringen.
Beispielweise ist der Kunde mit der Einrichtung seines Wohnzimmers nicht glücklich und möchte deshalb das Sofa erneuern. Weil es moderner werden soll, interessiert sich der Kunde für ganz moderne Formen und Sofabezüge. Dies als einzelnes Element passt jedoch nicht wirklich in das bestehende Ambiente hinein. Dann weiß ich schon vorher, dass der Kunde mit der geplanten Veränderung in seinem Raum unglücklich sein wird, weil das neue Sofa wie ein Fremdkörper in der bestehenden Umgebung aussieht. Hier sind daher in der Regel weitere Veränderungen nötig, damit das Ganze wieder ein Gesicht bekommt und der Kunde sich wohlfühlt. Darin besteht für mich aber der besondere Reiz. Durch meinen Erfahrungsreichtum und dem kreativen Denken gelingt es mir häufig, den Kunden von einer Idee zu überzeugen. Ein Beispiel, an das ich mich immer wieder gerne erinnere, ist eine mintfarbige Ledercouch für ein Ambiente mit alten Perserteppichen und schweren Vorhängen. Nach vielen Besprechungen ist der Kunde meiner Empfehlung gefolgt. Ich hatte tatsächlich Herzklopfen, aber noch lange nach der Lieferung hat mir der Kunde immer wieder bestätigt, wie glücklich er mit dem Entschluss ist. Es gibt eigentlich für fast alles eine Lösung. Durch die vielseitigen Materialien, Formen und Farben sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Damit der Kunde eine klare Vorstellung bekommt, erstellen wir fotorealistische Planungen und veranschaulichen mit Materialkollagen.

 

rush4: Gibt es einen klassischen „Münchner Interieur-Stil“? Falls ja, wie stellt sich dieser dar

J. F.: Nicht wirklich! Es gibt zwar immer wieder Trends, die in einer Stadt wie München schneller angenommen werden, als beispielsweise in ländlichen Regionen. Dies als „Münchner Interieur-Stil“ zu bezeichnen, geht aus meiner Sicht aber zu weit. München hat eine sehr hohe Bautätigkeit. Die Baustile und somit auch die Wohnungen sind dadurch sehr unterschiedlich: Altbauwohnungen mit hohen Decken, langen Fluren und vielen Zimmern haben ein ganz anderen Charme, als heutige Neubauten mit großen Wohnflächen, bei denen Kochen, Essen und Wohnen sich im gleich Raum abspielen. Für unsere Kunden, insbesondere die langjährigen, die immer wieder kommen, weil sie sich bei uns verstanden und gut betreut fühlen, ist es wichtig, dass wir gut erreichbar sind, dass wir Zeit für sie haben und immer wieder mit neuen Trends und Ideen die Einrichtung ergänzen oder erneuern. Deshalb haben wir uns auch bei den Standorten in München und Ottobrunn an guter Verkehrsanbindung, direkten Parkmöglichkeiten an den Geschäften und an ansprechenden Ladenlokalen orientiert. Hier können wir die Kunden in Ruhe beraten.

 

rush4: Die Zeiten für den Münchner Handel sind in den letzten Jahren grundsätzlich nicht einfacher geworden. Das scheint nicht auf COR Interlübke zuzutreffen. Kürzlich eröffneten Sie Ihr neues Haus CASA IDEA in Ottobrunn. Was ist die Besonderheit dieses Hauses?

J. F.: In München betreiben wir mit dem COR und interlübke Studio einen Markenstore, der die Sortimente dieser beiden Hersteller umfangreich und vielfältig präsentiert. Das ist bei diesen beiden deutschen Markenherstellern ein sehr gut funktionierendes Konzept. Da ich persönlich seit über 30 Jahren mit einem deutlich breiter angelegten Portfolio an Herstellern gearbeitet habe und somit viele weitere tolle Produkte kenne, war es mir ein Bedürfnis, wieder auf ein größeres Spektrum an Möglichkeiten zur Einrichtung zuzugreifen. Die Putzbrunner Straße 75 in Ottobrunn ist seit über 100 Jahren ein Standort für Möbel. Als ich erfahren habe, dass die Familie Scheungraber aus Altersgründen ihre Geschäftstätigkeit einstellen wird, ist der Gedanke gewachsen, an diesem Standort neu zu starten und das Sortiment entsprechend zu erweitern. Mit Markenherstellern, wie Cassina, Occhio, Zanotta, Thonet, ClassiCon und vielen mehr, können wir unseren Kunden ein deutlich größeres Produktportfolio bieten. Ebenso die individuelle Fertigung von besonderen Einzelstücken mit der Firma MIAA aus Österreich eröffnet hier weitreichende Möglichkeiten. Casa Idea – Ideen für zu Hause, aber auch für das Büro. Der Name ist Programm und Überzeugung.
Durch die Nähe der Geschäfte zueinander nutzen wir gerne beide Plattformen. Insofern lohnt es sich auch tatsächlich, beide Standorte zu besuchen. Mit dem Auto liegen sie nur gut 10 Fahrminuten auseinander.
Besuchen Sie uns gerne in Ottobrunn (Putzbrunner Str. 75) oder in München (Rosenheimer Str. 145i), wir freuen uns auf Ihre Wünsche.

Weitere Informationen unter cor-interlübke.de/Muenchen oder unter casa-idea.de

 

erstellt am: 28.04.2018

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