unbenannt - SKALPELL WAR GESTERN

Ein Gespräch über die Möglichkeiten der Schönheitschirurgie – wie High-Tech-Laser Operationen ersetzen können – und wie riskant es ist, sich nicht in die richtig ausgebildeten Hände zu begeben.

unbenannt2 482x645 - SKALPELL WAR GESTERN

Herr Dr. Meyer, wie darf ich Sie vorstellen? Als Schönheitschirurg?

Dr. Meyer: Zunächst einmal: Der Begriff „Plastischer Chirurg“ ist geschützt, Schönheitschirurg“ dagegen nicht. Ein Frauenarzt oder HNO darf sich also als  Schönheitschirurg bezeichnen und vergrößert dann Brüste, obwohl er eigentlich auf einem ganz anderen Gebiet spezialisiert ist – nur die wenigsten Patienten kennen leider den Unterschied und fallen darauf herein. Dabei kann so viel schief gehen, wenn derjenige dafür nicht ausgebildet ist! Ein noch krasseres Beispiel: Heilpraktiker dürfen in Deutschland tatsächlich Filler unterspritzen. Aber haben die eine Ahnung von Gesichtsanatomie? Wissen die, welche Probleme entstehen können? Schönheitschirurgie ist eine sehr komplexe Materie. Ich habe zwei Fachärzte – für Chirurgie und für Plastische Chirurgie. Die Ausbildung dauert Jahre, da kommt man nicht darum herum, sehr gut auf seinem Gebiet zu werden. Dazu kommt: Ich achte in meiner Praxisklinik Villa Bella darauf, dass unsere Lösungen wirkungsvoll und dabei gleichzeitig komplikationsarm sind. Und obwohl wir mit den besten Produkten und Techniken auf dem Markt arbeiten, unterscheiden sich die Tarife gar nicht so sehr von dem, was es bei einem Billiganbieter kostet. Schönheitschirurgie ist ein seriöses Business. Doch da baut sich ein Billigmarkt auf, den ich für hoch gefährlich halte.

 

Lassen Sie uns doch gleich beim Thema Gesicht bleiben: Mit welchem Anliegen kommen hierfür die meisten Menschen zu Ihnen?

Die Straffung der Oberlider mit einem feinen Skalpell ist salopp gesagt der „Einstiegseingriff“. Hier haben wir sogar 40 Prozent männliche Patienten. Die sind es meistens Leid im Beruf immer wieder die gleichen Fragen zu hören: „Wie müde sehen Sie denn aus? Trauen Sie sich den Job noch zu?“ Und die stehen dann auch zur OP! Probleme im Unterlidbereich, wie eine starke Pigmentierung oder Tränensäcke, müssen wir dagegen nicht immer operieren – hier können wir häufig auch mit unserem speziellen Laser arbeiten. Durch die technische Ausstattung, über die wir verfügen, gibt es viele verschiedene Möglichkeiten. Wir müssen längst nicht mehr alles operieren. Wichtig ist uns, sowohl beim Operieren als auch beim Lasern, den Patienten in seiner natürlichen Schönheit oder Verjüngung zu unterstützen und nicht in ein maskenhaftes Wesen zu verwandeln.

 

Was ist der Unterschied zwischen Lasern und Operieren?

Unser Erbium:YAG Laser der Firma „Sciton“ kann straffen und dabei gleichzeitig den visuellen oberflächlichen Aspekt der Haut glätten und verjüngen. „Sciton“ kommt aus den USA und ist im medizinischen Bereich einfach die beste Laserfirma der Welt. Mittlerweile haben sie so gute Geräte entwickelt, dass sogar Menschen, denen medizinische Methoden zur Hautverjüngung immer zu riskant waren, sich einen Anti-Aging-Eingriff trauen können. Denn wir haben hier – anders als bei operativen Facelifts – nicht das Risiko von Nachblutungen, Nervenverletzungen oder Narben, dafür aber ein vergleichbares Resultat! Man ist wieder schneller im Leben, gibt dafür aber erheblich weniger Geld aus als man für ein operatives Facelift bezahlen würde. Die Lasermethode ist also medizinisch und auch materiell hochinteressant.

 

Wie funktioniert denn dieser Laser?

Der Erbium: YAG Laser vereint zweierlei Techniken: Erstens: Er „raspelt“ die Oberfläche, also die obersten Hautschichten herunter – im Sinne eines Laser-“Peelings“. Dabei ist er hochgradig präzise, bis auf 0.05 Millimeter: Denn er tastet die Haut mit allen Unregelmäßigkeiten während der gesamten Behandlung ab. Im ersten Schritt tragen wir also die veränderte Hautoberfläche ab, um eine homogen geglättete Ausgangsposition zu schaffen – auch ohne die Pigmentflecken, groben Poren und feinen Fältchen in der Haut. Im zweiten Schritt dringend wir beim gleichen Eingriff mit dem Laser in die tieferen Hautschichten ein, dort wo Elastin und Collagen gebildet werden.

Die Folge: Die tiefen Falten werden geglättet, auch Hängebacken wieder gestrafft. Innerhalb von zehn Tagen nach dem Eingriff ist die Hautoberfläche wieder völlig hergestellt – nur sieht sie viel frischer und jünger aus als vorher. Die Neubildung der elastischen Fasern unter der Haut dauert ca. 2-3 Monaten. Da das aber unbemerkt unter der Haut geschieht, ist der Patient nach zehn Tagen wieder voll im Leben. Bei einer Operation wäre er vier bis fünf Wochen außer Gefecht. Diesen Laser müssen Sie übrigens nur einmal anwenden, um dieses Ergebnis zu erreichen, nicht X mal wie bei anderen Lasertypen, die so manche Praxis empfiehlt. Hier warten Patienten endlos auf echte Resultate, zahlen bei jeder erneuten Behandlung wieder den vollen Preis und am Ende sehen sie immer noch keinen echten „Vorher-Nachher“-Effekt.

 

Was empfehlen Sie Patienten, die eine noch sanftere Methode bevorzugen?

Wir haben hier in der Villa Bella auch einen sogenannten „Hybrid“-Laser, der die Hautoberfläche nicht so stark angreift und trotzdem die Grobporigkeit der Hautoberfläche, Akne-Narben und vor allem die UV-Schäden beheben kann: Das ist der sogenannte „HALO“, ebenfalls von „Sciton“. Nach dieser Behandlung hat der Patient kleine Rötungen oder Schwellungen, die innerhalb von ein paar Tagen wieder weg sind und in der Zwischenzeit mit MakeUp leicht zu kaschieren sind. Das ist sozusagen ein „Facelift to go“, das man auch immer wieder machen kann. Denn die Haut wird hier nicht verletzt sondern sogar von Schäden geheilt. Die Behandlung mit dem HALO ist übrigens diejenige, die viele Hollywoodstars kurz vor den Oscars machen, weil die Haut danach wieder richtig strahlen kann. Denn die dunklen UV Schäden in der Lederhaut absorbieren das Tageslicht ja – die Haut wirkt fahl. Wenn nun 80 Prozent dieser UV Flecken behoben sind, kann sie das Licht wieder reflektieren wie bei einem jungen Menschen. Und die Feinporigkeit nach einem HALO Eingriff ist fantastisch. Nicht ganz unwichtig bei den starken Zooms der Kameras auf dem roten Teppich – aber auch für jeden anderen natürlich ein schöner Effekt. Dann gibt es noch die Phototherapie mit dem „BBL“, das ist eine Art Blitzlicht, vor das man verschiedene Filter schalten kann, und das Pigmentstörungen, braune Flecken, rote oder blaue Blutgefäße regelrecht weg blitzt – und das ohne jegliche Ausfallszeit! Sie können sofort danach wieder in den Job. Der Eingriff selbst dauert auch nur maximal eine Stunde. Tatsächlich also ein Eingriff to go in der Mittagspause. Das Beste daran ist, dass die Haut durch BBL Behandlungen immer gesünder und immer jünger wird.

 

Wie das?

Es gibt eine Langzeitstudie der Stanford University, in der über 14 Jahre hinweg Menschen mit einem bestimmten Frequenzbereich des BBL einmal im Jahr behandelt und dessen Auswirkungen auf die Haut erforscht wurden. Es gibt im Körper ca. 2200 Gene, die für den Alterungsprozess der Haut verantwortlich sind. Mit dem BBL drehen Sie 1400 dieser Gene in die andere Richtung, das heißt, die Haut wird tatsächlich jünger. Die Fotos aus dieser Studie sind einfach phänomenal: Zehn Jahre danach sieht die Haut des gleichen Patienten tatsächlich jünger aus als zu Beginn der Studie! Diese Methode ist also proaktiv und kostet auch nicht viel. Damit kann man in den Zwanzigern schon beginnen. Die Zukunft ist es, prophylaktisch gegen die Hautalterung vorzugehen, so dass es gar nicht mehr so weit kommen muss, im Alter ein radikales Facelift zu benötigen.

 

Der HALO und der BBL sind ja nun beide für die Verbesserung der Hautoberfläche gedacht. Aber was kann man gegen die üblichen Falten machen – also an der Stirn oder um den Mund herum?

Eine tolle Möglichkeit und eine ideale Ergänzung zum HALO und BBL sind Gewebe-Auffüller, sogenannte „Filler“. Hierbei ist es ganz wichtig zu verstehen, wo Falten herkommen. Viele Leute lassen sich zum Beispiel die Nasolabial-Falten unterspritzen. Das ist nicht verkehrt, aber manchmal zu kurz gesprungen: Diese Falte entsteht meistens durch einen Absenkungsprozess in der Wange. Das heißt, wenn ich im oberen Bereich mit Volumen, also mit Fillern arbeite, kann ich dieser Falte viel besser entgegen wirken. Oft hilft es nicht nur dahin zu gehen, wo das Problem ist, sondern dort, wo es herkommt. Dabei ist es extrem wichtig nur mit den hochwertigsten Materialien zu arbeiten, die individuell auf die jeweiligen Problemzonen im Gesicht abgestimmt sind, so wie wir für diesen Bereich ausschließlich „Galderma“-Produkte verwenden. Man kann übrigens mit Fillern sogar das Profil verschönern – also eine Höckernase oder eine Stupsnase korrigieren.

Die meisten denken, eine Nase würde größer aussehen, wenn man sie unterspritzt, aber das Gegenteil ist der Fall. Ich habe oft Patienten, die ihr Leben lang mit dem Gedanken spielen, sich die Nase zu operieren, aber die Kosten und Risiken scheuen. Die können es dann gar nicht fassen, dass ihr Problem ganz schnell mit Fillern zu lösen ist – ganz ohne Nebenwirkungen und viel günstiger! Sicher gibt es immer noch Konstellationen, bei denen man zum Skalpell greifen muss, aber bei 90-95 Prozent der Gesichtsbehandlungen in unserem Haus können wir mittlerweile diese fantastischen neuen Methoden anwenden.

Herr Dr. Meyer, so viele spannende Aspekte!

Danke für das Gespräch.

 

Weitere Informationen zum gesamten Portfolio: www.villa-bella.org

i

 

erstellt am: 11.07.2017

Free WordPress Themes, Free Android Games