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Ein typischer Traumtag in Asturien könnte so aussehen: Am Vormittag ins Biosphärenreservat Picos de Europa starten, die über 2000 Meter hohen Kalksteingipfel erwandern und bis zum Meer blicken, nachmitttags in einer der azurblauen Buchten zum Bodysurfing eintauchen und dann mit einem herben Apfelwein, der hier Sidra heißt, den Abend eröffnen. Aus mindestens 1,50 Meter Höhe muss das Nationalgetränk eingeschenkt werden, so entsteht der beste Schaum. Zügig muss es dann auch getrunken werden, damit der schöne Schaum nicht gleich wieder weg ist. Göttlich. Oder eher majestätisch, denn der grüne Fleck im Norden des Landes ist das älteste Königreich Spaniens. Asturien ist das etwas andere Spanien.

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Ein Niemandsland für Pauschaltouristen. Wären da nicht die Strände, wähnte man sich in Bayern. Die Wiesen sind saftig, auf den Berggipfeln tanzen die Sonnenstrahlen, hier und da glotzt eine malmende Kuh, Asturien ist die Milchkammer des Landes. Ein Naturparadies mit einem reichen Kulturerbe obendrein: archäologischen Fundstätten, Türmen und Tempeln aus dem Mittelalter, turmlosen, präromanischen Kirchen, vornehmen Häusern, Industrieanlagen aus dem 19. Jahrhundert, kuriosen Protzbauten, von den Rückkehrern amerikanischer Kolonien errichtet. Rund ums Jahr werden zahlreiche alte Mythen und Feste zelebriert etwa das Apfelweinfestival in Nava, das mit folkloristischer Unterhaltung, Apfelweinverkostung und einem Straßenmarkt aufwartet. Oder die nationale Meisterschaft im Goldschürfen, das Wanderhirtenfest, die Käseschau.

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Auf neugierige Entdecker warten fünf Höhlen mit Malereien aus der Altsteinzeit – UNESCO-Welterbe! – und Küstenwege, die Bestandteil des Jakobswegs sind, die man zu Fuß oder per Fahrrad erkunden kann, und wo sogar Kiwiplantagen gedeihen. Dann gibt es noch ein Städte-Trio mit ganz speziellen Charakterzügen.

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Gijón ist die „Hauptstadt der Costa Verde“, modern, aber mit die offizielle Hauptstadt, eine Studentenstadt mit vielen Facetten, hippen Läden und Lokalen, präromanischer Kunst im historischen Zentrum, El Greco, Goya, Picasso, Dalí, Miró und anderen großen Namen im Museum der schönen Künste. Die dritte im Bunde ist Avilés, das „Bochum“ des Landes, ein Industriestandort, aber umso lebensnaher, mit einem schönen Hauptplatz und vielen Eyecatchern wie dem spacigen Kulturzentrum.

Wo man den eigenen Käse machen, Bären beobachten und in acht Sternerestaurants schlemmen kann In Asturien muss einst ein besonders kreativer Landschafts- und Städteplaner am Werk gewesen sein, eine Prise Irland, eine Portion Holland, einen Hauch Bretagne und einen Schuss Bayern in eine Paellapfanne geworfen, pikant gewürzt und an exponierter Stelle Spaniens dann hübsch angerichtet haben. Angela Banos, Wahlmünchnerin und professionelle Reisedesignerin, sagt über ihre Heimat: „Die Gäste finden es interessant und auch ein bisschen kurios, wie ähnlich unsere Kultur der keltischen in Irland und in der Bretagne ist. Bei uns spielen die Leute auch Dudelsack, wir haben Holzschuhe wie die Holländer, wir essen sehr gern und auch sehr reichhaltig – im Kontrast zum Süden von Spanien.“ Man isst sogar ganz ausgezeichnet in Asturien.

Acht Guide Michelin Restaurants verwöhnen die Geschmacksknospen mit Raffiniertem oder Bodenständigem wie Tapas, Wildgerichten und Meeresfrüchten. Zu den wichtigsten Zutaten zählen Gefühl und Zuwendung und die Kosten dafür sind vergleichsweise niedrig.

Dann ist da noch der Käse aus Kuh-, Ziegen- oder Schafsmilch, der zur Kultur des Landes gehört, etwa der mild-cremige Vidiago, der halbfeste, leicht säuerliche Peñamellera, der pikant-scharfe Cabrales, der in naturbelassenen Höhlen reift, und der bröckelige Casín, den Gäste vor Ort auch nach alter Tradition selbst herstellen können – ein besonderes Highlight.

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Abtrainieren kann man sich angefutterte Kalorien ja dann auf dem Jakobsweg. Oder bei einer ausgewachsenen Wanderung in den Picos de Europa mit einem Zwischenstopp im Wallfahrtsort Covadonga. Die Jungfrau von Covadonga ist die Schutzpatronin von Asturien. Von irgendeiner Stelle mitten im Kalksteingebirge grüßt auch das Meer in der Ferne und dem Bergfex ist klar:

Dort unten warten langgezogene schneeweiße Sandstrände oder windgeschützte Buchten zum Baden und in der Sonne dösen. Die kleinen Strände von Llanes z.B., wo der Dauerclinch zwischen Wasser und Kalkstein skurrile Formen entstehen ließ. Touristenmassen gibt es hier nicht, die Strandbars freuen sich auf Gäste, die Surfschulen auf alle, die die perfekte Welle suchen. Der Bär tobt höchstens in den Tiefen der Buchen- und Eichenwälder. Tatsächlich streifen hier noch Wolfsrudel und Braunbären durch die Gegend, auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Auch Füchse, Wildschweine, Hirsche, Dachse und Wildkatzen. Zur Wildbeobachtung geht man einfach in den Naturpark Somiedo und legt vielleicht eine Gedenkminute für Problembär Bruno ein, der ausgestopft im Museum endete.

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Asturien wird von verschiedenen Veranstaltern als Teil einer Nordspanien-Reise angeboten, z. B. von www.studiosus.dewww.wikinger-reisen.dewww.gebeco.dewww.alegroreisen.com

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Weitere Infos unter www.spain.info

 

erstellt am: 07.07.2017

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